Straßentransport: Steigende Kraftstoffkosten und Fahrverbote im August
Der europäische Straßentransport startet mit steigenden Dieselkosten, Druck auf die Vertragsraten und begrenzter Verfügbarkeit auf ausgewählten Relationen in den August. Gleichzeitig erhöhen Fahrverbote in Deutschland und Tschechien sowie ein geänderter Netzfahrplan in Frankreich das Risiko von Verzögerungen bei Wochenendtransporten und im Sammelgutverkehr.
Erstellt von der CargoNice-Redaktion mit KI-Unterstützung, auf Basis der genannten Quellen und der eigenen Marktdaten von CargoNice. Maschinelle Übersetzung des polnischen Originals. Redaktionsrichtlinien · Polnisches Original lesen
Der Markt heute in Zahlen (Daten von CargoNice)
Der Dieselpreis in Polen lag am 4. August 2026 bei 6,62 PLN/l. Der durchschnittliche Dieselpreis in der EU erreichte am 27. Juli 2026 2 011,33 EUR/1000L, in Deutschland am selben Tag 2 186,00 EUR/1000L. Die Frachtrate auf der Relation Deutschland–Polen lag am 29. Juli 2026 bei 1,17 EUR/km, während die Relation Polen–Deutschland mit 1,63 EUR/km bewertet wurde.
Gegenüber dem vorherigen Wert stieg der Dieselpreis in der EU von 1 927,78 EUR/1000L auf 2 011,33 EUR/1000L, also um 83,55 EUR/1000L. Der Rückgang des Endverbraucherpreises in Polen ändert nichts daran, dass die Kraftstoffkosten auf europäischer Ebene ein wesentlicher Bestandteil der Kalkulation im grenzüberschreitenden Verkehr bleiben.
Straßentransportverträge werden trotz schwächerer Spotraten teurer
Der europäische Straßentransportmarkt bleibt vor allem ein Kostenmarkt. Laut dem aktuellen DSV-Update lag der Index der Vertragsraten im 1. Quartal 2026 bei 140,1 und damit 8,9 % über dem Vorjahreswert, während der Spotindex nachgab. Frachtführer geben Kraftstoff-, Arbeits- und Mautkosten sowie die eingeschränkte Flexibilität der Flotten in ihre Kalkulationen weiter – und reagieren damit nicht ausschließlich auf Veränderungen der Nachfrage.
DSV weist außerdem auf einen Anstieg der Zahl der veröffentlichten Ladungsangebote bei gleichzeitig rückläufiger veröffentlichter Fahrzeugverfügbarkeit im 1. Quartal hin. Das bedeutet keinen einheitlichen Fahrzeugmangel in ganz Europa, kann auf stark frequentierten Korridoren jedoch das Risiko erhöhen, dass ein Transportauftrag zu einer zuvor in der Kalkulation akzeptierten Rate abgelehnt wird.
Deutschland: Das Samstagsfahrverbot verkürzt das Zeitfenster
In Deutschland gilt am 8. August 2026 ein Ferienfahrverbot für Lastkraftwagen über 7,5 t sowie für Lkw mit Anhängern. Die Einschränkung gilt von 07:00 bis 20:00 Uhr und betrifft bestimmte Abschnitte von Autobahnen und Bundesstraßen, darunter Teilstrecken der A1, A2, A3, A5, A6, A7, A8, A9, A10, A45 und A61.
Anschließend gilt am Sonntag, dem 9. August, von 00:00 bis 22:00 Uhr das bundesweite Sonn- und Feiertagsfahrverbot. Für Ladungen ohne Ausnahmegenehmigung bleibt zwischen den Einschränkungen am Samstag und Sonntag daher nur wenig operative Zeit. Das Problem betrifft nicht nur Lieferungen nach Deutschland, sondern auch den Transit zwischen West-, Mittel- und Südeuropa.
Tschechien: Drei Fahrverbotsfenster von Freitag bis Sonntag
Die tschechischen Sommerbeschränkungen für Lastkraftwagen über 7,5 t beginnen am Freitag, dem 7. August, von 17:00 bis 21:00 Uhr. Am Samstag gilt das Fahrverbot von 07:00 bis 13:00 Uhr, am Sonntag von 13:00 bis 22:00 Uhr. Es betrifft Autobahnen und Straßen erster Klasse, darunter die wichtigen internationalen Korridore D1, D2, D5, D8 und D11.
Die drei aufeinanderfolgenden Einschränkungszeiträume verkürzen die effektive Lenkzeit für Transporte durch Tschechien. Zu den vorgesehenen Ausnahmen gehören Fahrten des kombinierten Verkehrs zu oder von dem nächstgelegenen geeigneten Terminal. Vor der Routenplanung muss jedoch geprüft werden, ob das Fahrzeug die Voraussetzungen erfüllt.
Frankreich: Geringere Aktivität im Sammelgutnetz
Kuehne+Nagel passt in Frankreich vom 3. bis zum 23. August 2026 den Fahrplan für den Straßentransport aufgrund des saisonalen Aktivitätsrückgangs an. Der Dienstleister bittet Kunden, Schließzeiten mitzuteilen und die Abwicklung der Sendungen mit den Vertriebs- und Betriebsteams abzustimmen.
Ein besonderer Punkt ist Freitag, der 14. August. Aufgrund der am folgenden Tag geltenden Verkehrsbeschränkungen sollen Abholungen an diesem Tag erst ab 22:00 Uhr am Sonntag, dem 16. August, im Linienverkehr versandt werden. Die Information betrifft das Netz von Kuehne+Nagel, zeigt jedoch das reale Risiko einer verlängerten Laufzeit im französischen Sammelgutverkehr im August.
EU-Maut: Die CO2-Klassifizierung ist entscheidend
Der Rat der EU und das Europäische Parlament haben eine vorläufige Einigung über eine gezielte Änderung der Regeln für die Eurovignette erzielt. Die vereinbarten Vorschriften sollen die Definitionen und die Klassifizierung von emissionsfreien und emissionsarmen schweren Nutzfahrzeugen, Fahrzeugkombinationen und CO2-Referenzemissionen präzisieren.
Die Änderung soll die Regeln für die Erhebung von Mautgebühren an die seit dem 1. Juli 2026 geltenden CO2-Standards für schwere Nutzfahrzeuge anpassen. Die Einigung muss noch formal von beiden EU-Gesetzgebern bestätigt und angenommen werden und stellt daher noch nicht die abschließende Phase des Gesetzgebungsverfahrens dar.
Kurz zusammengefasst
- Ungarn: DHL Freight hat für August 2026 einen Kraftstoffzuschlag von 13,00 % für die Services Euroconnect und Eurapid festgelegt. Das Niveau ist identisch mit dem im Juli, liegt jedoch über den 6,50 % im Vorjahr. Quelle: DHL Freight
- Italien: Der Kalender von ScioperoTrasporti weist auf ein mögliches Vorgehen im Güterverkehr am 10. und 13. August 2026 hin, ohne Angaben zu Betreibern, Umfang oder Dauer. Quelle: ScioperoTrasporti
- Slowenien: Das gesamte Volumen im Straßentransport stieg im 1. Quartal 2026 im Quartalsvergleich um weniger als 1 %, lag jedoch 5 % unter dem Vorjahreswert. Der Cross-Trade-Anteil betrug 44 % gegenüber 49 % im Jahr 2019. Quelle: UMAR