Straßenfrachtraten steigen, Häfen geraten durch Asien unter Druck

Der europäische Straßengüterverkehr erhöht unter dem Einfluss der Kraftstoffkosten seine Frachtraten, obwohl die Volumina des Stra­ßenhandels zwischen den größten Volkswirtschaften der EU zurückgehen. Gleichzeitig weisen Maersk und Hapag-Lloyd auf überlastete Häfen, volatile Seefrachtraten und steigende Kosten für den Binnennachlauf hin.

Erstellt von der CargoNice-Redaktion mit KI-Unterstützung, auf Basis der genannten Quellen und der eigenen Marktdaten von CargoNice. Maschinelle Übersetzung des polnischen Originals. Redaktionsrichtlinien · Polnisches Original lesen

  • 1,65 EUR/kmSpotrate Polen–Deutschland
  • 2 149,00 EUR/1000LDiesel in Deutschland
  • 148 pktIndex der EU-Vertragsraten
  • 1 475 USD/TEUDurchschnittliche Hapag-Lloyd-Rate

Der Markt heute in Zahlen (Daten von CargoNice)

  • Der Diesel von Orlen kostete am 14. August 2026 6,53 PLN/l; gegenüber der vorherigen Erhebung stieg der Preis um 0,08 PLN/l.
  • Der durchschnittliche Dieselpreis in Polen lag am 10. August 2026 bei 1 863,79 EUR/1000L.
  • In Deutschland kostete Diesel am 10. August 2026 2 149,00 EUR/1000L.
  • Die Spotrate auf der Relation Polen–Deutschland erreichte am 5. August 2026 1,65 EUR/km, in Richtung Deutschland–Polen lag sie am selben Tag bei 1,12 EUR/km.

Der Anstieg des Diesel-Einzelhandelspreises in Polen bei weiterhin deutlich höheren Dieselkosten in Deutschland hält den Druck auf die Kalkulation grenzüberschreitender Transporte aufrecht, insbesondere auf der Relation nach Deutschland.

Europäische Straßenfrachtraten steigen aufgrund der Kosten schneller

Der Benchmark von IRU, Upply und Transport Intelligence für das II. Quartal 2026 zeigt eine deutliche Beschleunigung in beiden Segmenten des europäischen Straßengüterverkehrsmarktes. Der Index der Vertragsraten lag bei 148 Punkten und stieg gegenüber dem Vorquartal um 7,9 Punkte sowie im Jahresvergleich um 15,2 %. Der Spotindex erreichte 146,8 Punkte; das entspricht einem Anstieg um 14,6 Punkte gegenüber dem Vorquartal und um 13,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Autoren der Studie führen den Anstieg vor allem auf die Kosten und nicht auf eine höhere Nachfrage zurück. Der durchschnittliche Dieselpreis in der EU lag im II. Quartal bei 1,94 EUR/l, während die Volumina des Stra­ßenhandels zwischen den wichtigsten Volkswirtschaften der Union im Jahresvergleich um 1,6 % zurückgingen. Der Stimmungsindex erreichte mit 28,3 einen Rekordwert und signalisiert Erwartungen weiterer Ratenerhöhungen in den kommenden drei Monaten. Quelle: IRU

Für den Spediteur ist es entscheidend, kostenbedingte Erhöhungen vom tatsächlichen Druck durch die Frachtvolumina zu unterscheiden. Bei Angeboten und Verträgen sollten die Mechanismen der Kraftstoffindexierung, die Gültigkeitsdauer von Kalkulationen sowie die Weitergabe von Kostenänderungen an Kunden und Frachtführer überprüft werden.

Maersk: Nachfrage aus Fernost belastet Häfen und Nachläufe

Maersk teilte am 13. August mit, dass die breite Nachfrage aus Fernost zu ungleichmäßigeren Handelsströmen führt. Nach Angaben der Reederei stellt das Ausmaß der Volumina die Kapazität der landseitigen Infrastruktur auf die Probe; Störungen und Engpässe betreffen Häfen sowie den Binnentransport in zahlreichen Regionen.

Im II. Quartal 2026 beliefen sich die Umsatzerlöse der Gruppe auf 15,8 Mrd. USD, das EBITDA auf 3,0 Mrd. USD und das EBIT auf 1,6 Mrd. USD. Höhere Spotraten in der Seeschifffahrt und größere Volumina veranlassten das Unternehmen, seine Ganzjahresprognosen deutlich anzuheben. Quelle: Maersk

Für europäische Importeure aus Asien endet das Problem nicht bei der Seefrachtrate. Ein überlastetes Terminal oder eine verzögerte Freigabe des Containers kann die Abholung durch den Frachtführer verschieben, das Standzeitrisiko erhöhen und die Kosten für die Strecke zwischen Hafen und Lager verändern.

Hapag-Lloyd verzeichnet höhere Raten und Konfliktkosten

Hapag-Lloyd teilte am 13. August mit, dass die Volumina im Liniendienst und die Spotraten im II. Quartal deutlich höher lagen als im ersten Quartal. Die durchschnittliche Frachtrate der Reederei erreichte 1 475 USD/TEU, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht; das Transportvolumen stieg von 3,4 Mio. TEU auf 3,5 Mio. TEU.

Der Frachtführer schätzte die negativen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten im II. Quartal auf rund 600 Mio. USD. Er verwies nicht nur auf Bunker und Versicherungen, sondern auch auf Lagerung, Routenänderungen und Kosten des Binnentransports. Die im Juli angehobene Ergebnisprognose wurde beibehalten, zugleich betonte das Unternehmen die hohe Volatilität der Raten und der geopolitischen Lage. Quelle: Hapag-Lloyd

In der Praxis bedeutet dies, erneut zu prüfen, was der „All-in“-Preis umfasst. Importverträge sollten Seefracht klar von Lagerkosten, Nachlauf, Umleitungen und möglichen Zuschlägen infolge von Störungen trennen.

Cork organisiert die Lkw-Abfertigung über Reservierungen

Port of Cork führt rund um das in Betrieb befindliche Containerterminal Cork Container Terminal in Ringaskiddy einen Plan zur Steuerung des Güterverkehrs ein. Dieser sieht verpflichtende Reservierungen für Frachtführer, verlängerte Betriebszeiten zur Verteilung der Ankünfte außerhalb der Spitzenzeiten sowie eine Fernüberwachung des Verkehrs vor.

Die Änderung steht im Zusammenhang mit der Konzentration der Handelstätigkeit in den Tiefwasseranlagen des unteren Hafens. Parallel dazu wird die M28 modernisiert, die die Zufahrtsstraße N28 ersetzen soll. Quelle: Port of Cork und ITS Ireland

Der Spediteur, der die Abholung oder Zustellung eines Containers über Cork organisiert, sollte bestätigen, dass der Subunternehmer den richtigen Slot erhalten hat. Die Reservierung muss Bestandteil des Zeitplans sein und darf nicht auf den Abholtag verschoben werden.

Stimme der Community: Polen zählt Tonnen, Europa zählt Liter Diesel

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Wir haben geprüft, worüber sich Spediteure, Frachtführer und Logistikanalysten in den vergangenen Tagen auf LinkedIn, Reddit sowie in einem deutschsprachigen Frachtführerforum ausgetauscht haben. Das Bild passt zum Thema des heutigen Artikels: Steigende Straßenfrachtraten in der EU und der Druck auf die asiatischen Häfen sind keine abstrakten Zahlen aus Berichten, sondern Alltag, über den die Branche offen schreibt.

Straßenfrachtraten in den Eurostat-Zahlen: Polen führend, aber die Marge wächst nicht so schnell wie die Tonnage

Eurostat hat in dieser Woche aktuelle Daten für 2025 veröffentlicht, die sich schnell auf LinkedIn in der Branche verbreiteten. Das Profil des Statistikamts schrieb kurz: "In 2025, the total volume of road freight transport in the EU reached 1 886 billion tonne-kilometres.🚚📦 Highest annual total road freight transport in: 🇵🇱 Poland (381.0 billion tonne-kilometres) 🇩🇪 Germany (277.4 billion) 🇪🇸 Spain (272.6 billion)" – Eurostat na LinkedIn, der Beitrag erhielt 68 Reaktionen.

Die Berater von BEST STRATEGY ADVISORS schlüsselten die Daten genauer auf und wiesen auf die Struktur der Transporte hin: "Most freight was transported nationally (62.2%), while international transport accounted for 24.4%, cross trade for 10.7% and cabotage for the remaining 2.7%". Außerdem ergänzten sie: "the largest volume of goods was transported between Germany and the Netherlands, 86.9 million tonnes. The flow between Germany and Poland came next with 68.4 million tonnes" – BEST STRATEGY ADVISORS na LinkedIn.

Einen interessanten Kontrapunkt zu den reinen Tonnagezahlen lieferte Vera N. von The Danube Desk mit Blick auf den polnischen Markt aus der Perspektive von Intermodalverkehr und Lagerhaltung: "Poland may be building something more valuable than logistics capacity: optionality". Sie fragte direkt: "is Poland genuinely becoming more flexible as a logistics network, or are we simply building more capacity?" – Vera N. na LinkedIn.

Diesel wieder teurer: Frachtführer rechnen nach, was das tatsächlich kostet

In einem deutschsprachigen Frachtführerforum beschrieb der Nutzer Kipper-Spedition (Arndt) den sprunghaften Anstieg der Dieselpreise in Deutschland: "Der bundesweite Dieselpreis stieg von rund 1,562 Euro netto je Liter am 30. Juni auf inzwischen etwa 1,790 bis 1,798 Euro netto je Liter". Dazu gab er der Branche eine klare Empfehlung: "Dieselzuschläge müssen angepasst werden" – Kipper-Spedition na forum-transportunternehmer.de.

Parallel dazu konzentrierte sich die IRU (International Road Transport Union) in ihrem August-Newsletter auf den Fachkräftemangel und kündigte außerdem ein Webinar zu Frachtraten an: "Plus, our European road freight rates webinar next week" – IRU na LinkedIn (28 Reaktionen).

Zum Vergleich: Auf dem US-amerikanischen r/FreightBrokers läuft dieselbe Diskussion wie bei uns, nur in einer anderen Währung – nämlich darüber, dass Kraftstoffpreise und Frachtraten keineswegs im Gleichschritt steigen müssen. Der Nutzer BenefitShort7992 brachte es kurz auf den Punkt: "Fuel went down and rates went up a few months ago. This supply and demand thing ya know" – u/BenefitShort7992 na r/FreightBrokers. Es geht zwar um den US-Markt, aber der Mechanismus – die Entkopplung von Kraftstoffkosten und Spotrate – ist derselbe wie in Europa.

Häfen unter Druck aus Asien: Seefrachtraten sinken, Engpässe bleiben

Dieser Aspekt knüpft am stärksten an das heutige Hauptthema an. Yiqi Wang schrieb unter Berufung auf den wöchentlichen Freightos-Bericht: "Asia–Europe ocean rates are easing, but port pressure has not disappeared". Dazu nannte er konkrete Zahlen: "Asia to North Europe: approximately USD 5,000 per FEU, around 14% below the July peak" sowie "Asia to the Mediterranean: approximately USD 6,000 per FEU, around 16% below the July peak". Unter Berufung auf Maersk wies er außerdem darauf hin, dass "terminal yard pressure remains elevated in parts of the region" – Yiqi Wang na LinkedIn.

Henry Waterfield ging noch einen Schritt weiter und beschrieb die Folgen der Engpässe in chinesischen Häfen nach dem Taifun Dolphin: "Severe congestion at Asian ports is pushing major container carriers to reconsider Red Sea and Suez Canal routes as they look to free up vessel capacity". Sein Fazit zu den europäischen Frachtraten war eindeutig: "Despite tightening capacity, European freight rates continue to soften. North Europe spot rates are currently around $4,300 to $4,900 per FEU, while Mediterranean rates are approximately $5,800 per FEU" – Henry Waterfield na LinkedIn (70 Reaktionen, 2 Kommentare).

Zur Einordnung: Einen Tag nach diesem Beitrag erschien auf dem Kanal von Upply die Aufzeichnung des Webinars "Q2 2026 European Road Freight Benchmark" (Ti Insight x IRU x Upply) – genau jenes Webinars, das die IRU in dem oben zitierten Beitrag angekündigt hatte.

Mobilitätspaket und der Rhein ohne Wasser: Regulierung und Klima erschweren die Routen

Das Speditionsunternehmen AMCO warnte seine Kunden, dass die neuen Vorschriften des EU-Mobilitätspakets gerade in Kraft getreten sind: "New EU Mobility Package rules are now in effect, extending tachograph, driving hours and rest requirements to light commercial vehicles between 2.5 and 3.5 tonnes operating internationally or under cabotage". Das Unternehmen ergänzte, es prüfe "actively reviewing the most cost-effective ways to support customers while maintaining service reliability" – AMCO na LinkedIn.

Hinzu kommt ein seltener angesprochener Faktor: der niedrige Wasserstand des Rheins. The Loadstar zitierte den internen Newsletter von Kuehne+Nagel: "Record-low Rhine water levels, restricted rail capacity and limited road alternatives are increasing operational pressures on overland freight networks across Germany, the Netherlands and Switzerland" – The Loadstar na LinkedIn. Mit anderen Worten: Wenn die Binnenschiffe nicht voll beladen fahren können, landet noch mehr Ladung auf der Straße – und das treibt die Straßenfrachtraten weiter nach oben.

Stimmung des Tages

Die Branche gerät nicht in Panik, ist aber wachsam: Die Eurostat-Daten bestätigen, dass Polen in der EU die größten Mengen befördert. In den LinkedIn-Kommentaren geht es jedoch häufiger um "optionality" und Flexibilität als um die reinen Volumen. Diesel und das Mobilitätspaket werden als zu steuernde Kosten betrachtet, nicht als Katastrophe – doch das Frachtführerforum und die Branchenbeiträge fordern übereinstimmend eine schnelle Anpassung der Kraftstoffzuschläge. Bei den Häfen ist die Stimmung deutlich gemischt: Die Seefrachtraten aus Asien geben nach, aber keiner der zitierten Praktiker glaubt, dass die Engpässe tatsächlich verschwunden sind – der Druck verlagert sich vom Preis auf die Lieferfrist.

Wykop und polnische Fahrerforen (etransport.pl) lieferten in diesem Zeitraum keine neuen, überprüfbaren Beiträge zu Frachtraten oder Regulierung. Hacker News und öffentliche Facebook-Seiten bzw. -Gruppen (unter anderem Obserwator Logistyczny, TSL Biznes, Kierowcy Zawodowi) enthielten ausschließlich Themen, die nicht zum Tagesthema passten.

Sehenswert

Q2 2026 European Road Freight Benchmark | Webinar Replay (Ti Insight x IRU x Upply)

upply

Pełny zapis webinaru z aktualnym benchmarkiem stawek drogowych w Europie, zapowiadany wcześniej przez IRU.

Die Zitate stammen aus öffentlichen Diskussionen der Branchen-Community. Die Schreibweise der Originale wurde beibehalten.

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