Transport: 120-stündiger Streik in Italien
Im europäischen Straßengüterverkehr steigt das Risiko von Störungen: Italien kündigt einen landesweiten Streik im Lkw-Verkehr an, während Frankreich ein zusätzliches Fahrzeitfenster für Lkw schließt. Gleichzeitig sind die Kraftstoffkosten in Europa gestiegen, während die Frachtrate auf der Relation Deutschland–Polen gesunken ist. Das erfordert eine vorsichtige Kalkulation für einzelne Relationen.
Erstellt von der CargoNice-Redaktion mit KI-Unterstützung, auf Basis der genannten Quellen und der eigenen Marktdaten von CargoNice. Maschinelle Übersetzung des polnischen Originals. Redaktionsrichtlinien · Polnisches Original lesen
Der Markt heute in Zahlen (Daten von CargoNice)
Der Dieselpreis in Polen lag am 6. August 2026 bei 6,20 PLN/l gegenüber 6,41 PLN/l bei der vorherigen Erhebung. Damit sank er um 0,21 PLN/l. Der durchschnittliche Dieselpreis in der Europäischen Union erreichte am 3. August 2026 2 043,1100 EUR/1000L und stieg damit gegenüber der vorherigen Erhebung um 31,7800 EUR/1000L.
In Deutschland kostete Diesel am 3. August 2026 2 208,0000 EUR/1000L, in Polen am selben Tag 1 878,8300 EUR/1000L. Die Spotrate auf der Relation Deutschland–Polen betrug am 5. August 2026 1,1200 EUR/km und lag damit um 0,0500 EUR/km unter dem vorherigen Wert. In Richtung Polen–Deutschland erreichte die Spotrate 1,6500 EUR/km und stieg um 0,0200 EUR/km. Die Daten zeigen eine Diskrepanz zwischen den steigenden europäischen Kraftstoffkosten und dem Druck auf die Rückfrachtrate von Deutschland nach Polen.
Italien: 120 Stunden Risiko für den Lkw-Verkehr
In Italien ist für den Zeitraum 10.–14. August 2026 ein landesweiter Streik des Fahrpersonals im Straßengüterverkehr geplant. Laut dem Register des italienischen Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr soll die Aktion 120 Stunden dauern: vom 10. August um 00:00 Uhr bis zum 14. August um 24:00 Uhr. Betroffen sind die Bereiche Logistik, Güterverkehr und Spedition.
Das Ereignis hat landesweiten Charakter und betrifft daher sowohl nationale Transporte als auch grenzüberschreitende Relationen, bei denen eine Abholung oder Zustellung in Italien erforderlich ist. Das Risiko beschränkt sich nicht auf die reine Fahrt: Problematisch können die Verfügbarkeit von Frachtführern, die Bestätigung von Beladungszeitfenstern sowie die Durchführung bereits angenommener Transportaufträge sein.
Spediteure sollten bereits jetzt von ihren Subunternehmern eine schriftliche Bestätigung der Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Fahrern einholen. Bei Angeboten für diesen Zeitraum sollten die Regelungen zu Wartezeiten, Stornierungen und einer Ersatzbesetzung des Transports eindeutig vereinbart werden. Quelle: italienisches Ministerium für Infrastruktur und Verkehr
Frankreich: Zusätzliches Lkw-Fahrverbot am 8. August
In Frankreich gilt am Samstag, dem 8. August 2026, ein zusätzliches landesweites Fahrverbot für Lastkraftwagen und Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen. Die Einschränkung gilt im französischen Metropolgebiet auf dem Straßennetz von 07:00 bis 19:00 Uhr und ergänzt die regulären französischen Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen.
Das Fahrverbot betrifft gewöhnliche gewerbliche Straßentransporte. Ausnahmen sind jedoch für bestimmte Spezial-, landwirtschaftliche und notwendige Transporte vorgesehen. Für typische Industrie- und Distributionsladungen bedeutet dies den Wegfall des verfügbaren Zeitfensters am Samstag auf einem der wichtigsten Transportmärkte Europas.
Vor der endgültigen Preisfestlegung sollte geprüft werden, ob Abholungen am Freitag und Liefertermine am Montag realisierbar sind. Die Fahrtplanung muss möglicherweise auf Freitagabend, die Nacht zum Samstag oder den Sonntag verschoben werden, sofern die übrigen Einschränkungen und Bedingungen des Transportauftrags dies zulassen. Quelle: Publicnow
Europäische Union: Neue Pflichten für Transporter im grenzüberschreitenden Verkehr
Seit dem 1. Juli 2026 gelten die EU-Anforderungen an Fahrtenschreiber, Lenk- und Ruhezeiten sowie die Entsendung von Fahrern auch für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 2,5 Tonnen bis 3,5 Tonnen. Die Vorschriften betreffen den grenzüberschreitenden gewerblichen Güterverkehr sowie die Kabotage.
Die betroffenen Betreiber müssen einen intelligenten Fahrtenschreiber der zweiten Generation verwenden und die erforderlichen Unterlagen führen. Die Änderung ist insbesondere für Express- und E-Commerce-Transporte sowie für leichte Fracht relevant, bei denen Subunternehmer Transporter auf grenzüberschreitenden Relationen einsetzen.
Für die Spedition bedeutet dies, dass nicht nur die Verfügbarkeit eines Fahrzeugs, sondern auch die Einhaltung der neuen Pflichten durch den Betreiber überprüft werden muss. Eine fehlende Kontrolle kann den tatsächlich verfügbaren Pool an Frachtführern für dringende grenzüberschreitende Transportaufträge einschränken. Quelle: Trans.INFO
Rotterdam: Abendliche Möglichkeit für den Zugang zu ECT-Terminals
Hutchison Ports ECT hat am Donnerstag, dem 6. August, Abendtermine für Fahrer eingerichtet, die den obligatorischen Sicherheits- und Zugangstest für die Terminals ECT Delta und ECT Euromax in Rotterdam absolvieren müssen. Der letzte Termin kann für 21:45 Uhr gebucht werden.
Die Buchung erfolgt über Secure Logistics nach der Akzeptanz der ECT-Bedingungen in XS-ID Online. Der Fahrer hat höchstens drei Versuche; drei Fehlversuche führen zu einer dreimonatigen Sperre. Dies ist insbesondere beim Wechsel eines Subunternehmers oder bei einem Fahrer relevant, der erstmals für einen Containertransport in Rotterdam eingesetzt wird.
Vor der Bestätigung des Drayage-Transports sollte geprüft werden, ob der eingesetzte Fahrer bereits über die erforderlichen Berechtigungen verfügt und nicht nur ein verfügbares Fahrzeug vorhanden ist. Quelle: Hutchison Ports ECT
Französischer Straßengüterverkehr: Stabilisierung ohne bestätigte Erholung
Die Konjunkturumfrage der FNTR für das zweite Quartal 2026 deutet auf eine relative Stabilisierung des französischen Straßengüterverkehrs nach dem Schock zu Jahresbeginn hin. Die Organisation betont jedoch, dass die Verbesserung fragil bleibt und noch keine nachfragegetriebene Erholung darstellt.
In der Praxis gibt es keinen Anlass, für alle französischen Relationen dieselbe Preisentwicklung anzunehmen. Der Druck auf die Frachtraten und die Verfügbarkeit von Fahrzeugen kann je nach Richtung, Kunde und konkretem Beladungstermin unterschiedlich ausfallen.
Die Kalkulation sollte relationenbezogen erfolgen. Außerdem sollten die Servicequalität und die Situation der Frachtführer beobachtet werden, bevor umfassende Preisverpflichtungen eingegangen werden. Quelle: FNTR