Verkehr über den Brenner: Druck auf Fracht und Kraftstoffkosten

Nach Abschluss der Arbeiten an der Brenner-Bahn müssen Frachtführer und Spediteure weiterhin mit einer verzögerten Rückkehr der Kapazitäten zwischen Deutschland, Österreich und Italien rechnen. Gleichzeitig ändern sich die Kraftstoffzuschläge im Paketversand, im intermodalen Verkehr und bei Container-Vorlaufverkehren. Das erfordert eine Aktualisierung der Kalkulationen in ganz Europa.

Erstellt von der CargoNice-Redaktion mit KI-Unterstützung, auf Basis der genannten Quellen und der eigenen Marktdaten von CargoNice. Maschinelle Übersetzung des polnischen Originals. Redaktionsrichtlinien · Polnisches Original lesen

Der Markt heute in Zahlen (Daten von CargoNice)

Der Dieselpreis von Orlen lag am 11. August 2026 bei 6,30 PLN/l. Gegenüber der vorherigen Erhebung entspricht dies einer Veränderung von +0,07 PLN/l. Der durchschnittliche Dieselpreis in der Europäischen Union erreichte laut Erhebung vom 3. August 2026 2 043,11 EUR/1000L. In Deutschland waren es am selben Tag 2 208,00 EUR/1000L, in Polen 1 878,83 EUR/1000L.

Im Frachtmarkt lag die Spotrate auf der Relation Deutschland–Polen am 5. August 2026 bei 1,12 EUR/km, nach einer Veränderung von -0,05 EUR/km gegenüber der vorherigen Erhebung. In Richtung Polen–Deutschland betrug die Rate am selben Tag 1,65 EUR/km. Die Daten zeigen, dass die Kraftstoffkosten steigen, während die Bewertung des Transports in Richtung Polen nachgibt. Dadurch erhöht sich das Risiko einer Margenkompression.

Brenner nach Abschluss der Arbeiten: Die Bahn kehrt zurück, doch das Staurisiko bleibt

Infrastrukturarbeiten führten vom 18. Juli bis zum 9. August 2026 zur Sperrung des Bahnabschnitts Brenner–Sterzing. Die Einschränkung betraf vor allem die Verkehrsströme zwischen Deutschland und Italien, ihre Auswirkungen reichten jedoch auch in das breitere europäische Verbindungsnetz. Nach Angaben von DHL Freight sank die verfügbare Bahnkapazität in diesem Zeitraum auf etwa 50 % des normalen Niveaus.

Die formelle Sperrung ist zwar beendet, doch dies bedeutet nicht automatisch eine Normalisierung der operativen Abläufe. DHL weist auf längere Umleitungen, zusätzliche Kosten und einen Zuschlag für Buchungen hin, die während der Bauarbeiten durchgeführt wurden. Unmittelbar nach der Wiederaufnahme des Verkehrs müssen Frachtführer möglicherweise noch verspätete oder umgeleitete Sendungen abfertigen. Auch die Verfügbarkeit alternativer Straßenverbindungen kann weiterhin angespannt sein.

Für Frachten auf den Relationen Deutschland–Österreich–Italien ist es besonders wichtig, zwischen der Wiederaufnahme der Durchfahrt und der vollständigen Wiederherstellung der planmäßigen Kapazität zu unterscheiden. Sowohl die Abholtermine als auch die Verfügbarkeit von Subunternehmern auf den Vorlaufstrecken und im grenzüberschreitenden Verkehr müssen bestätigt werden. Quelle: DHL Freight

Deutschland: DPD führt einen separaten Notfallzuschlag ein

DPD Germany erhebt seit dem 1. August 2026 einen Notfall-Kraftstoffzuschlag von 1,17 %. Er gilt für nationale und internationale Paketdienste sowie für Luftfrachttransporte. Der Zuschlag wird separat in Rechnung gestellt und sollte daher nicht als Bestandteil des Standardpreises für den Transport betrachtet werden.

Der DPD-Mechanismus basiert auf dem durchschnittlichen Dieselpreis des ADAC aus dem Monat vor dem Vormonat. Für die aktuelle Berechnung wurde für Juni 2026 ein Netto-Basispreis von 1,53 EUR/l zugrunde gelegt. Der Zuschlag wird auf die Nettotransportpreise und die meisten anderen Zuschläge erhoben. Nicht einbezogen werden jedoch Maut, Zollabfertigung sowie straßen- und luftverkehrsbezogene Energiezuschläge.

In der Praxis erfordert die deutsche Paketdistribution eine Prüfung, ob das Angebot des Subunternehmers diesen Posten bereits enthält und ob der Vertrag mit dem Kunden eine Weitergabe ermöglicht. Dies ist auch für internationale Sendungen relevant, bei denen ein nicht berücksichtigter Zuschlag die Rentabilität der gesamten Leistung beeinträchtigen kann. Quelle: DPD Germany

Container in Nordeuropa: Hapag-Lloyd beendet den Zuschlag

Hapag-Lloyd kündigt an, den Notfall-Kraftstoffzuschlag für die davon betroffenen Inlanddienste in Nordeuropa zum 14. August 2026 auslaufen zu lassen. Die Änderung betrifft die Landabschnitte im Zusammenhang mit den Containertransporten der Reederei, also Kalkulationen für Port-to-Door-Verkehre und Vorläufe zu Terminals.

Zuvor hatte die Reederei einen entsprechenden Zuschlag für Großbritannien, Nordirland und die Republik Irland mit Wirkung zum 31. Juli 2026 beendet. Nach dem 14. August sollen die Kraftstoffkosten über die standardmäßigen Kraftstoffzuschlagsmechanismen abgebildet werden und nicht mehr über den auslaufenden Notfallposten.

Daher sollte nicht automatisch von einer Senkung der Gesamtkosten für den Inlandtransport ausgegangen werden. Entscheidend ist die Bestätigung, welcher standardmäßige Kraftstofffaktor den bisherigen Zuschlag ersetzt und ab wann er für die konkrete Relation und den jeweiligen Kunden gilt. Quelle: Hapag-Lloyd

DACH: Maersk hält am variablen intermodalen Zuschlag fest

Maersk hält an einem temporären Kraftstoffzuschlag für den Land- und intermodalen Verkehr in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest. Die Reederei begründet ihn mit der Volatilität des Kraftstoffmarktes sowie der Notwendigkeit, die Verfügbarkeit von Kapazitäten der Subunternehmer und die Kontinuität der Abwicklung zu sichern.

Der Zuschlag soll alle zwei Wochen überprüft werden. Für FMC-Kunden ist der 18. August 2026 als Gültigkeitsbeginn angegeben. Dieses Modell bedeutet, dass die Transportkosten auf einem von der Reederei kontrollierten Abschnitt nicht als fester Bestandteil eines langfristigen All-in-Preises betrachtet werden sollten.

Beim Verkauf von Vorlauf- und intermodalen Transporten im DACH-Raum müssen das individuelle Inkrafttretensdatum und die aktuelle Fassung des Zuschlags bestätigt werden. In Kundenverträgen empfiehlt es sich, die Basisfracht und die variable Kraftstoffkomponente klar voneinander zu trennen. Quelle: Maersk

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