Transport: Bahnstreik in den Niederlanden, Kraftstoffpreise bleiben volatil

Am 9. September ist die europäische Spedition gleichzeitig mit der vollständigen Einstellung des Schienenverkehrs in den Niederlanden und steigenden Kraftstoffkosten in den Preislisten der Frachtführer konfrontiert. Die Dieselvorräte in der EU sind ausreichend, doch die Europäische Kommission hält an ihrer Warnung vor volatilen Preisen fest. Frankreich, Spanien und die Slowakei aktualisieren zudem ihre operativen Regeln für den Straßengüterverkehr.

Erstellt von der CargoNice-Redaktion mit KI-Unterstützung, auf Basis der genannten Quellen und der eigenen Marktdaten von CargoNice. Maschinelle Übersetzung des polnischen Originals. Redaktionsrichtlinien · Polnisches Original lesen

  • 7,03 PLN/lOrlen-Dieselpreis
  • 2 039,15 EUR/1000LDurchschnittlicher Dieselpreis in der EU
  • 1,99 EUR/kmSpotrate Polen–Deutschland
  • 17,5%DHL-Freight-Zuschlag Europa

Der Markt heute in Zahlen (Daten von CargoNice)

Der Orlen-Dieselpreis lag am 7,03 PLN/l am 9. September 2026; gegenüber der vorherigen Erhebung sank er um 0,02 PLN/l. Der durchschnittliche Dieselpreis in der EU beträgt 2 039,15 EUR/1000L gemäß den Daten vom 31. August 2026, in Deutschland 2 232,00 EUR/1000L am selben Tag. Die Spotrate auf der Relation Polen–Deutschland lag am 7. September 2026 bei 1,99 EUR/km, auf der Relation Deutschland–Polen bei 1,56 EUR/km.

Die Rückgänge bei den letzten Kraftstofferhebungen beseitigen das Kostenrisiko nicht: Der Markt für Straßengüterfracht sollte weiterhin schnelle Veränderungen bei Energiepreisen und operativen Bedingungen berücksichtigen.

EU: Kraftstoff ist verfügbar, doch das Preisrisiko bleibt bestehen

Die Ölkoordinierungsgruppe der Europäischen Kommission, die am 8. September zusammentrat, stellte keine unmittelbare Gefährdung der Versorgungssicherheit mit Erdölprodukten in der EU fest. Der aktuelle Dieselbedarf soll durch eine höhere Produktion in den Raffinerien der EU sowie alternative globale Lieferquellen gedeckt werden; die Handels- und Notvorräte sind ausreichend.

Die Kommission betont jedoch, dass die Instabilität im Nahen Osten und die allgemeine geopolitische Unsicherheit weiterhin für erhebliche Volatilität an den Märkten für Rohöl, Diesel und Flugkraftstoff sorgen. Die Nachfrage im Herbst und Winter könnte die Situation in den kommenden Wochen und Monaten zusätzlich verschärfen. Quelle: Europäische Kommission

Niederlande: Bahnstreik und höhere Kraftstoffzuschläge

Die landesweite Arbeitskampfmaßnahme im niederländischen öffentlichen Verkehr und bei der Bahn dauert vom 9. September, 02:00 Uhr, bis zum 10. September, 02:00 Uhr. Hutchison Ports Europe Intermodal kündigt die Einstellung des nationalen Schienenverkehrs sowie erhebliche Störungen in seinem intermodalen Netz an. Der Betreiber garantiert weder Laufzeiten noch Ankünfte oder Zustellungen.

Betroffen sind Verbindungen über Rotterdam, Venlo, Duisburg und Willebroek. Transportaufträge mit Vor- oder Nachlauf per Lkw an den Terminals sollten als verspätungsgefährdet eingestuft werden; auch die Verfügbarkeit von Equipment kann beeinträchtigt sein. Quelle: Hutchison Ports Europe Intermodal Quelle: NS

Parallel dazu hat DHL Freight den europäischen Kraftstoffzuschlag für September auf 17,5% angehoben, gegenüber 13,0% im August. In den Niederlanden beträgt der veröffentlichte Zuschlag 29,5%, gegenüber 25,0% im Vormonat. Der Frachtführer weist außerdem darauf hin, dass die niederländische kilometerabhängige Maut seit dem 1. Juli 2026 die Eurovignette ersetzt und damit die Kostenbelastung je nach Fahrzeug und Entfernung verändert. Quelle: DHL Freight

Frankreich, Spanien und die Slowakei: neue Regeln für die Planung im Straßengüterverkehr

In Frankreich ist am 9. September eine Verordnung zur Änderung der nationalen Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter in Kraft getreten. Sie betrifft unter anderem Absender, Frachtführer, Verlader, Entlader, Verpacker und Befüller. Die Änderungen umfassen eine Präzisierung der ADR-Ausnahmen, Bedingungen für gefährliche Güter mit hohem Risiko sowie Regeln für die Organisation von Beladung und Entladung, einschließlich der Festlegung von Arbeitsbereichen. Quelle: Légifrance

In Spanien wurde ein aktualisierter Kalender der Verkehrsbeschränkungen bis zum 16. September 2026 veröffentlicht. Er umfasst Spanien, das Baskenland, Navarra und Katalonien sowie Informationen zu Frankreich und Deutschland. Die Veröffentlichung weist auf die Notwendigkeit hin, sowohl die allgemeinen Beschränkungen als auch die Regeln für Schwer- und Sondertransporte sowie ADR-Beförderungen parallel zu prüfen. Quelle: Nexotrans

In der Slowakei gilt derzeit auf Autobahnen und Straßen I. Klasse an Sonn- und Feiertagen ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 t von 06:00 bis 22:00 Uhr. Die nächsten genannten Beschränkungen gelten am 13. September und am 15. September. Quelle: Sava Express

Deutschland: neue Insolvenzverfahren in der Logistik

Das deutsche Branchenregister weist 318 laufende Insolvenzverfahren in Logistik und Transport aus. In der Aktualisierung vom 8. September werden unter anderem Newborn Logistics GmbH in Rosenheim, Freiraum 24/7 Lagerpiraten GmbH in Hannover sowie Heine Logistik und Produktions GmbH in Leipzig genannt.

Das Register verzeichnet außerdem jüngere Verfahren gegen die als Helrom Trailer Rail tätige Helrom GmbH sowie gegen Ruck-Zuck Transport Paul GmbH. Die größte Konzentration aktiver Verfahren soll in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg bestehen. Quelle: Übernahmeradar

Stimme der Community: Niederlande im Stillstand, Diesel teurer, Spedition zählt jeden Kilometer

Was die Branche sagt · letzte 24 h

Niederlande stehen still: Streiks bei Bahn und Häfen als Dominoeffekt für Spediteure

Der heutige Stillstand der Bahn in den Niederlanden ist kein isoliertes Ereignis – in Fachgesprächen auf LinkedIn wird seit einer Woche über die Häufung von Störungen an den niederländischen Logistikdrehscheiben diskutiert. Yuntuo International Logistics warnte Importeure bereits am 26. August vor einem Dominoeffekt: "Two planned labour actions in the Netherlands deserve attention from buyers with cargo moving through Dutch gateways in September (...) The bigger question is whether one disruption creates pressure on the next dependency: Port → terminal release → rail / inland transport → warehouse receiving → customer delivery" (LinkedIn).

Ähnlich schrieb am 31. August Tradlinx: "Dutch seaport workers will stop vessel handling on 4 September, followed five days later by a 24-hour transport action affecting ProRail and DB Cargo. The bigger risk may be where the first backlog meets the second disruption" (LinkedIn).

Der niederländische Spediteur Van der Helm warnte seine Kunden ausdrücklich vor dem Hafenstreik am 4. September: "Several terminals will temporarily suspend or limit truck handling, which may lead to delays and increased congestion before and after the strike (...) We recommend taking possible waiting times and changes in truck planning into account" (LinkedIn).

Am 6. September, bereits nach der ersten Störungswelle, fasste Michel van der Linden zusammen, was der heutige weitere Bahnstreik bestätigt: "A port strike lasts eight hours. The operational impact can last much longer (...) Because once the port reopens, the backlog doesn't disappear. Containers still need to be handled. Trucks still need to arrive. Vessels still need to be worked" (LinkedIn). Genau dieses Szenario – erst der Hafen, dann die Bahn und anschließend der Straßentransport – materialisiert sich heute in den Niederlanden.

Kraftstoffpreise: Unsicherheit, die in jedem Beitrag spürbar ist

Die Ankündigung, dass "der Kraftstoff volatil bleibt", wird durch die Kommentare gewöhnlicher Fahrer bestätigt. Auf Wykop.pl fragte der Nutzer Cernold unter einem Beitrag zu Öl- und Kraftstoffpreisen rhetorisch: "Gdzie i kiedy ceny ropy lecą w dół? Mamy szczyt lokalny i ledwo z 2% od szczytu coś spadło..." (Wykop), während Bpnn ergänzte: "Czy te ceny ropy lecące w dół są teraz z nami w pokoju? A że jest drożej niż powinno..." (Wykop).

Derselbe skeptische Ton gegenüber Meldungen über "billiger werdenden Kraftstoff" ist unter kurzen Videos zu Zapfsäulenpreisen zu erkennen. Unter einem Video des Kanals Marcin Kuzmak vom 3. September kommentierte der Nutzer @Nauthiz1988 direkt, wie viel er tatsächlich an der Tankstelle bezahlt: "Ty gdzie masz taką cenę? Wczoraj tankowałem za 8,64" (YouTube).

Auf Reddit bewahrte ein Branchenkenner unter einem Beitrag über Rekordpreise für Diesel vor dem Hintergrund der Kriege im Iran und in der Ukraine einen kühlen Kopf – BobaTeaFetish von r/supplychain merkte an: "I feel this is a little mislead, inflation adjusted it's still below the high of 2022 and 2008. Still not great, and definitely squeezing my freight charge budget, but it has definitely been worse" (Reddit).

Fahrermangel, doch die Ratenmathematik lügt nicht

Der Beitrag ist einen Monat alt (10. August), wird aber weiterhin rege kommentiert und zeigt anschaulich, warum das Thema Frachtraten und Fahrermangel jede Woche wiederkehrt. Lovro Herga verwies auf IRU-Daten: In Europa sind rund 502.000 Fahrerstellen unbesetzt, und zwei Drittel der Frachtführer lehnen mangels Personal Transportaufträge ab (LinkedIn).

Darunter stellte Chris Condon bereits den Begriff "Mangel" infrage: "I wonder if this is partly being framed as a labor shortage when it is really a willingness-to-pay gap. An unfilled position does not necessarily mean the labor does not exist" (LinkedIn).

Die deutlichste Stimme kam jedoch von Fricatel Roman, der die Frachtrate im Detail aufschlüsselte: "A driver on €3,000 net costs the company over €4,000/month with taxes and employer costs → around €0.40/km at 10,000 km (...) Diesel at 27 l/100 km is around €0.41/km net. Road tolls average around €0.25/km (...) That gives: €0.40 driver + €0.17 truck + €0.41 fuel + €0.25 tolls + €0.05 other costs = ~€1.28/km (...) So when the market expects carriers to work for €1.30/km, the question is simple: Where is the sustainable profit?" (LinkedIn).

Marko Zivojinovic ergänzte einen Kommentar zur eigentlichen Ursache des Problems: "Drivers earnings are standing still and working conditions are not improving. On top of that drivers are not respected. As long as drivers are treated as dots on screen new people are not going to be attracted to transport industry" (LinkedIn).

DSV übernimmt Schenker – die Branche kommentiert die Fusion des Jahrhunderts

Die lebhafteste Diskussion der vergangenen Tage (Beitrag vom 7. September) löste eine Analyse der Integration von DSV und DB Schenker im Straßentransport aus – das Netz soll von rund 400 auf 270 Terminals schrumpfen, und mehr als 20 unterschiedliche IT-Systeme sollen durch ein einziges TMS ersetzt werden (LinkedIn).

Raoul Gelmers brachte das kulturelle Risiko der Fusion treffend auf den Punkt: "Schenker has always felt quite personal in the way they work with customers, while DSV seems much more driven by scale, standardisation, efficiency and price discipline (...) It is a bit like merging a red political party with a blue one and expecting everyone to wake up purple the next morning" (LinkedIn).

Theodor Dragoi fragte zur Darstellung des Artikels selbst nach: "despite the complexity clearly described, how do you see the link between the opening statement about 'struggles' and what follows; namely, bringing the advanced integration timeline forward from 2028 to 2026, while 60 countries are already fully integrated? To me, that doesn't really sound like a struggle" (LinkedIn). Tod Willman, der für BAX Global gearbeitet hatte, war dagegen skeptischer: "I'm not sure DSV knew what they were in for when they acquired DB Schenker. Basically, an NVOCC with a boatload of customer service problems" (LinkedIn).

ADR und Vorschriften aus Sicht der Praktiker

Auf r/logistics wurde praktisch über den Transport gefährlicher Stoffe bei einem Umzug aus dem Vereinigten Königreich nach Polen (Aceton, Lösungsmittel, Sprühfarben) diskutiert. Die Stimme des Experten TheOracle6969, der im Straßen-, Luft- und Seeverkehr mit Gefahrgut arbeitet, war eindeutig: "I work for a small cargo company and I do air road and sea freight, aswell as Hazardous goods packing. I am road DG trained and IATA air freight hazardous trained to repack and produce DGN's" (Reddit).

Im selben Thread meldete sich der polnische ADR-Berater mustbehate und bot direkt Hilfe an: "Hi, I'm a dangerous goods transport advisor from Poland - if you'd like, I can help you out via private message in exchange for the proverbial bottle of wine :)" (Reddit) – ein lockerer Ton, der aber zeigt, dass der Zugang zu echtem ADR-Wissen weiterhin häufig informell und über persönliche Kontakte erfolgt.

Frachtenbörse: Wer wie viel pro Kilometer zahlt

In der polnischen Branchengruppe auf Facebook "Transport Spedycja Logistyka" werden konkrete Raten täglich ohne Umschweife genannt. Am 8. September bot jemand eine feste Inlandsroute an: "Poprowadzę przewoźników po kraju [...] stawki 4,5 - 5,25 per km 2300/2200 km tygodniowo. [...] nie używamy giełdy, robota z pierwszych rąk :)" (Facebook) – die erklärte Umgehung der Frachtenbörse und Arbeit "aus erster Hand" sind wiederkehrende Motive in der Gruppe, neben täglichen Anzeigen, in denen Frachtführer für grenzüberschreitende Routen gesucht werden.

Aus einer breiteren europäischen Perspektive fasste William Beguerie die Marktstimmung zusammen: "Road freight transport is expected to register moderate growth in 2026, particularly if the improvement in the economic situation in Germany materialises. At the same time, the supply of transport remains under control and the pressure on costs is significant, which limits the impact of low volumes on the evolution of freight rates" (LinkedIn).

Fahrer über sich selbst

Die Branche lebt nicht nur von Frachtraten. Auf Facebook veröffentlichte die Seite "Transportowcy Polska" gestern (8. September) eine Parabel über den "besonnenen Fahrer", die 28 Reaktionen erhielt: "Nie ma kierowców idealnych. Są tylko tacy, którzy myślą wcześniej niż hamują (...) Nie szukaj chwały w tym, ilu wyprzedziłeś. Szukaj chwały w tym, ilu sytuacji uniknąłeś" (Facebook). Solche Inhalte – Humor und Reflexion über den Beruf – erzeugen regelmäßig mehr Reaktionen als trockene Ratenanzeigen. Das sagt einiges darüber aus, wonach Fahrer zwischen ihren Touren in den sozialen Medien suchen.

Stimmung des Tages

Die Stimmung in der TSL-Branche ist heute gemischt, aber nicht frei von Déjà-vu-Gefühlen: Die Häufung der Störungen in den Niederlanden (Häfen, Bahn, DB Cargo) wird als Lehrbuchbeispiel für einen Dominoeffekt in der Lieferkette kommentiert, nicht als Überraschung. Die Kraftstoffpreise lösen sowohl bei Fahrern als auch bei Spediteuren, die ihre Frachtbudgets kalkulieren, Müdigkeit und Skepsis gegenüber offiziellen Meldungen über "Rückgänge" aus. Der sachlichste und zugleich beunruhigendste Ton zeigt sich in der Diskussion über Frachtraten und Personalmangel – die von Praktikern vorgelegten Zahlen zeigen eine so dünne Marge, dass die Frage "Wo bleibt hier der nachhaltige Gewinn?" unverblümt gestellt wird. Die Fusion von DSV und Schenker gilt derweil als Vorzeichen einer weiteren Marktkonsolidierung und wird mit einer Mischung aus Bewunderung für die Größe des Projekts und Skepsis gegenüber der Unternehmenskultur beobachtet.

Heute nicht verfügbare Quellen: Hacker News (in den vergangenen Tagen keine Treffer zum europäischen Straßentransport), EU-Fahrerforen – trucker-forum.at, forotransportistas.es, foros24h.com, forum.soferdetir.ro, planet-truck.fr (leere oder in den durchsuchten Bereichen inaktive Threads).

Sehenswert

ceny paliw dopiero się zacznoom ? #diesel#engine #transport#turbo #paliwo #kierowca

Marcin Kuzmak

Krótkie nagranie i komentarze pod nim dobrze pokazują żywą, sceptyczną reakcję kierowców na komunikaty o cenach paliwa z pierwszych dni września.

Die Zitate stammen aus öffentlichen Diskussionen der Branchen-Community. Die Schreibweise der Originale wurde beibehalten.

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